THEMA: Hundeverhalten

Das Verhalten des Hundes

DIE STIMMUNG DES HUNDES

Unsere Hunde verfügen über ein reichhaltiges Vokabular an akustischen und körperlichen Ausdrucksmitteln. Welche Botschaft ein Hund übermitteln will, kann man meistens an seinem Verhalten erkennen. Die Stimmung des Hundes läßt sich durch die sichtbaren Zeichen seiner Körpersprache und durch eine genaue Beobachtung gut einschätzen. Mit welcher Körperhaltung uns der Hund was mitteilen möchte erfahren sie in den folgenden Beispielen.

Eine steife Haltung mit ruckartigen Bewegungen, zwischen die Beine geklemmte Rute und ein Knurren bedeutet Unsicherheit, Agression, Angst.

Eine entspannte Haltung und weiche Bewegungen bedeuten Entspannung.

Ein freundlicher, interessierter Ausdruck mit aufgestellten Ohren bedeutet zutraulich und zahm.

Ein geduckter Ausdruck, hängende Ohren, Buckeln mit einem Knurren oder Winseln bedeutet Ängstlichkeit.

Ein intensiver, wachsamer Ausdruck bedeutet Neugier, Wachsamkeit und oder Bereitschaft in Aktion zu treten.

Eine steife Haltung, hängende Ohren und langsame Bewegungen bedeutet unglücklich oder krank.

Gesträubte Nackenhaare, steife Beine, auf das Subjekt gerichtete Augen mit einem Knurren bedeutet Wachsamkeit und Bereitschaft bei Bedarf anzugreifen.

Ein Kriechen und Lecken der Lefzen mit einem Winseln bedeutet Unterwürfigkeit.

Ein entspannter Körper mit einer wedelnden Rute und einem lachenden Gesicht, schlappen Ohren und einem aufgeregten Bellen und Kläffen bedeutet Verspieltheit, Glück, auf der Suche nach Aufmerksamkeit.


Hundeverhalten

DIE VERHALTENSPSYCHOLOGIE DES HUNDES

Im Laufe der vergangenen Jahrzehnte hat sich die Beziehung zwischen Hund und Mensch substanziell verändert. Heute wird sie mehr denn je als Partnerschaft verstanden, und ist weniger auf den Nutzen des Tieres ausgelegt. Der Mensch projiziert in den Partner Hund oft Wunschvorstellungen und Hoffnungen, denen er oft nicht gerecht werden kann.

Dieses Verhalten des Menschen gegenüber dem Hund, kann dann oft unangenehme Folgen haben. Der Grund liegt darin, dass das Tier nicht mehr Tier bleiben kann. Fälschlicher Weise wird dann manchmal angenommen, dass diese Probleme die dadurch entstehen, aus einer echten Verhaltensstörung des Tieres resultieren, was jedoch überwiegend auf mangelndes verhaltensbiologisches Wissen des Halters zurückzuführen ist.

Man sollte nicht versuchen das menschliche Verhalten dem tierischen Verhalten gleichzusetzen. Nicht Menschenverstand ist gefragt sondern Tierverstand.

Da der Hund eine ganz eigene Logik besitzt, müssen wir um ihn gerecht zu werden zuerst lernen, seine Logik zu verstehen. Im Falle einer Ursache der Verhaltensstörung, kann eine erfolgreiche Therapie nur bei aktiver Mitarbeit des Hundehalters durchgeführt werden.