THEMA: Hundeberufe

Diensthunde

DER DIENSTHUND

Ein Diensthund ist ein ausgebildeter Gebrauchshund. Er wird speziell für den Aufgabenbereich von Polizei, Rettungsdienst, Zoll oder Militär ausgebildet, und von einem Diensthundeführer geführt.

Als Diensthunde werden vor allem Hunde von anerkannten Diensthunderassen verwendet. In Deutschland sind folgende Diensthunderassen zugelassen: der Belgische Schäferhund- vor allem der Malinois, der Deutsche Schäferhund, der Hovawart, der Bouvier des Flandres, der Boxer, der Rottweiler, der Airedale- Terrier, der Dobermann und der Riesenschnauzer. Bei diesen Hunderassen wurden die erforderlichen Eigenschaften wie gute Nasenleistung, Unterordnungsfreude und Schutztrieb durch eine gezielte Züchtung gefestigt.

Polizeihunde:
Polizeihunde werden als Schutzhund, Drogenspürhund, Spürrhund, Brandmittelspürhund, Geldmittelspürhund, Leichenspürhund, Personensuchhunde (Mantrailing- Bezeichnung für die Suche mittels Gebrauchshunden nach vermissten Personen unter Anleitung eines Hundeführers) und Sprengstoffspürhund (sowohl für verschiedene Sprengstoffe als auch für Waffen und Munition) ausgebildet und eingesetzt.

Diensthunde beim Zoll:
Sie werden so wie auch bei der Polizei als Spürhunde und Schutzhunde eingesetzt. Ihr Aufgabenspektrum reicht vom Ausfindigmachen von Drogen, Waffen, Tabak, Bargeld, Sprengstoff, ilegalen Stoffen und mit Beschränkungen versehenen Waren an Flughäfen (Schmuggel). Diese Hunde werden auch darauf ausgebildet, einen Fund stumm und ohne für einen Außenstehenden erkennbare Hinweise wie zum Beispiel bei der Zollkontrolle, anzuzeigen (Passivhund).

Schutzhunde beim Zoll:
Der Einsatz dieser Hunde begrenzt sich auf den Grenzaufsichtsdienst.

Diensthunde beim Militär:
Diensthunde beim Militär werden als Schutzhund, Panzerabwehrhund, Wachhund, Zughund (zum Ziehen von schweren Lasten wie Maschinengewehren etc.) und zum Transport von Munition (Patronengürtel mit 120 Patronen) eingesetzt.


Wachhunde

DER WACHHUND

Die Aufgabe eines Wachhundes liegt darin, ein Revier wie zum Beispiel ein Grundstück, ein Firmengelände, ein Haus oder auch eine Viehherde selbstständig zu bewachen. Selbsständig heißt ohne direkte Einwirkung eines Hundeführers.

Es gibt Hunderassen die speziell für Wachaufgaben gezüchtet worden sind. Daher sind Wachhunde Gebrauchshunde. Hunde haben ein sehr gutes Gehör und können revierfremde Menschen und revierfremde Tiere zeitgerecht ausmachen. Im Einsatzzweck ist die erwartete Aktion des Hundes sehr variabel. Die Reaktion des Hundes reicht von Anzeigen durch das Bellen über die Abschreckung bis hin zur aktiven Verteidigung. Auch ist der Hund sogar auf den Angriff gegen revierfremde Personen oder Tiere trainiert.

Je nach gewünschtem Verhalten eignen sich viele Hunderassen und auch Mischlinge in allen Größen als Wachhunde. Durch ihr genetisch bedingtes Territorialverhalten sind die meisten Hunde als Wachhunde einsetzbar. Dobermann, Schäferhund und Rottweiler werden in großen Arealen eingesetzt. Von diesen großen Hunden wird auch meistens eine aktive Verteidigung des Reviers verlangt. Herdenschutzhunde wie zum Beispiel die großen Sennenhundrassen und der Kangal werden ebenfalls als Wachhunde eingesetzt.

Der Kangal zum Beispiel eine Hunderasse die es sogar mit Wölfen aufnehmen kann und diese auch aktiv bekämpft, wird in der Türkei zum Schutze von staatlichen Einrichtungen eingesetzt.


Rettungshunde

DER RETTUNGSHUND

Als Rettungshund oder auch als Suchhund bezeichnet man einen speziell ausgebildeten Haushund, der eine Rettungshundeprüfung erfolgreich absolviert hat.

Hunde können Leben retten! In Situationen in denen der Mensch hilflos ist, kann die Hilfe eines Hundes von großem Nutzen sein. Der Hund kann in Fällen wie zum Beispiel bei Erdbeben, Lawinenabgängen oder Erdrutschen als Lebensretter agieren. Rettungshunde kommen hierbei zum Einsatz. Die Rettungshunde spüren die verschütteten Menschen mit dem guten Geruchssinn ihrer Nase auf, reagieren und melden dann mit einem Bellen. Aufgrund dieses Bellens gibt der Rettungshund dem Helfer den Hinweis, auf dieser Stelle nach verschütteten Menschen zu suchen.

Der Rettungshund wird aber auch bei lokalen Einsätzen wie zum Beispiel bei der Suche nach verirrten Kindern oder verirrten älteren Menschen gerne in Anspruch genommen. Ein gut organisierter Einsatz von einem optimal ausgebildetem Rettungsteam bestehend aus Hund und Mensch, kann auch im Zeitalter der modensten Technik durch nichts ersetzt werden. Der Rettungshund wird dazu ausgebildet, Menschen in Notsituationen zu finden und dies seinem Hundeführer durch sein anhaltendes Bellen mitzuteilen. Der Hund verweilt dabei beim Opfer. Ausgenommen bei der Wasserrettung.

Eingesetzt wird der Rettungshund bei der Fährtensuche, der Flächensuche, der Trümmersuche, der Lawinensuche und der Wasserrettung. Prinzipiell eignet sich jeder Hund als Rettungshund der Freude an der Bewegung hat, lernfreudig ist, freundlich zu Artgenossen ist und freundlich zu Menschen ist. Zu große Hunde wie die Doggen oder zu kleine Hunde wie der Papillon sind eher weniger dafür geeignet. Es sind sogar nordische Hunderassen der Samoyeden die als schwer erziehbar gelten unter einem konsequenten Rettungshundeführer als Rettungshunde einsetzbar


Hundeberufe

BEGLEITHUNDE UND GEBRAUCHSHUNDE

Der Mensch nahm sich den Hund als Hausgenossen, weil er ihm bei den verschiedensten Tätigkeiten behilflich war, und auch heute noch ist. Heute erfüllen unsere Hunde viele Zwecke. Ob als Gebrauchshund oder Begleithund. Als Gebrauchshund müssen unsere geliebten Vierbeiner eine Menge lernen, und dann über das Gelernte bestimmten Prüfungen ablegen. Die Begleithunde hingegen müssen keine Prüfungen ablegen, weil sie speziell für den privaten Gebrauch bestimmt sind. Trotzdem sollten aber auch Begleithunde gut und richtig erzogen und abgerichtet werden. Eingesetzt werden unsere Hunde zum Beispiel in den Berufen als Wachhund, Diensthund, Schutzhund, Therapiehund, Blindenhund, Suchhund, Jagdhund, Hütehund, Frühwarnhund, Begleithund, Rettungshund, Schauspieler, Lawinensuchhund, Schlittenhund und Polizeihund. Der Hundeberuf Servicehund (eine Obergruppe von ausgebildeten Hilfshunden) so wird angenommen, wird in Zukunft mehr und mehr an Bedeutung gewinnen.

Ein Hundeberuf also mit Zukunft. Servicehunde, Behindertenhilfshunde und Therapiehunde, sind der Oberbegriff für einer inzwischen großen Gruppe an Hunden, mit einer besonderen Ausbildung. Diese Hunde unterstützen Menschen mit Einschränkungen jeglicher Art.